06.06.2009

Spiegel: Bundesbehörden beschäftigen immer mehr Leiharbeiter

Stark angestiegen ist die Zahl der Leiharbeiter in Bundesministerien und -behörden. Waren in Bundeseinrichtungen von 2001 bis 2004 jährlich rund 70 bis 90 Leiharbeiter beschäftigt, so ist dieser Anteil mit dem Beginn der Großen Koalition rasant von 145 (2005) auf 771 (2008) angestiegen. Allein bis Mai dieses Jahres hatten die Bundeseinrichtungen bereits wieder über 500 Leiharbeiter angefordert, die zum größten Teil in Küchen und Wäschekammern eingesetzt werden, aber auch in sensibleren Bereichen wie Datenerfassung, Statistik und Objektschutz Dienst tun. Meist enden die Arbeitsverhältnisse nach sechs bis sieben Monaten, nur vier Prozent aller seit 2001 Beschäftigten erhielten danach einen befristeten oder unbefristeten Arbeitsvertrag. "Die Bundesregierung setzt auf Lohndrückerei in den eigenen Häusern", kritisiert die Linke-Abgeordnete Sabine Zimmermann, die eine Kleine Anfrage zum Thema gestellt hatte. Zimmermann wirft vor allem der SPD Wählertäuschung vor, weil sie Wahlkampf gegen Dumping- und für Mindestlöhne macht.

Klicken Sie hier, um zu der Meldung auf Spiegel Online zu gelangen