05.12.2011
15 Jahre Seniorenvertretung Zwickau
Unter den zahlreichen Gratulanten zum 15 jährigen Bestehen der Zwickauer Seniorenvertretung am 5. Dezember 2011, war auch Sabine Zimmermann. Sie überbrachte die Glückwünsche an den 1. Sprecher der Seniorenvertretung, Lothar Reißmann.
25.11.2011
Zwickauer Appell für Demokratie und Toleranz
3500 Zwickauer Bürgerinnen und Bürger sind dem Aufruf für Demokratie und Toleranz zu der Sabine Zimmermann als DGB Regionsvorsitzende und Oberbürgermeisterin Dr. Pia Findeiß am 25. November aufgerufen haben, gefolgt. Sabine Zimmermann betonte, dass Rechtsextremismus nicht regional begrenzt ist und es allen Bürgern unseres Landes zusteht dagegen anzukämpfen. Über die Jahrzehnte hat sich in der Bundesrepublik eine Kultur des Verharmlosens und Bagatellisierens der Gefahr von Rechts entwickelt. "Ich weiß, dass diese Worte einigen nicht gefallen. Die Betonung des Extremismus von Links und Rechts verstellt den Blick darauf, dass seit 1990 in Deutschland über 180 Menschen durch rechte Gewalt zu Tode gekommen sind, nach Angaben der Amadeu-Antonio-Stiftung. Auch diesen vielen Opfern möchten wir heute hier gedenken.
Es gilt den Blick zu schärfen und den Ernst der Lage endlich zu erkennen, dies muss die bittere Erkenntnis der letzten Wochen sein. Richtig und wichtig ist aber nach wie vor, dass wir Demokratinnen und Demokraten uns gegen Extremismus jeglicher Couleur wenden, gegen Gewalt und Intoleranz, gegen die Bedrohung unser freiheitlichen und demokratischen Grundordnung.
Der offensichtlich ernst gemeinte und immer noch von manch einem Politiker gemachte Vorschlag, Aufmärsche und Kundgebungen rechtsextremer und neonazistischer Vereinigungen durch Nichtbeachtung zu bekämpfen, dokumentiert die Hilflosigkeit und völlige Fehleinschätzung der Lage, ob bewusst oder unbewusst.
Meine Hoffnung, nein , mein eindringlicher Appell ist es, dass wir in ein paar Wochen nicht zur Tagesordnung übergehen, wie so oft in der Vergangenheit, mit ruhigem Gewissen, denn wir haben ja Flagge gezeigt. Der Kampf gegen Rechts ist eine Daueraufgabe. Wir müssen alle gemeinsam daran arbeiten, diesen braunen Sumpf auszutrocknen.
Es reicht nicht, Demokratie und Toleranz in Sonntagsreden zu fordern, Demokratie und Toleranz müssen täglich gelebt werden."
30.09.2011
Berlinbesuch für politisch Interessierte
Vom 27. bis 29. September besuchte wieder eine Gästegruppe aus Zwickau, Werdau und Crimmitschau Berlin, um sich über die Arbeit unserer Bundestagsabgeordneten, des Bundestages sowie der einzelnen Ministerien zu informieren.
In den drei Tagen wurde ein umfangreiches Programm mit Besichtigungen und Gesprächen abgewickelt. Auf dem Bild Sabine Zimmermann im Gespräch mit Steffen Gruna aus Werdau im Paul-Löbe-Haus
22.09.2011
Arbeitsmarktpolitische Konferenz 2011 der IG BCE in Berlin
Auf Einladung der IG BCE nahm Sabine Zimmermann an einer Podiumsdiskussion zur Reform der Arbeitsmarktpolitik am 07. September 2011 in Berlin teil. Vor den Vertretern der Regierungskoalition und den arbeitsmarktpolitischen Sprechern der anderen Bundestagsfraktionen machte sie deutlich, dass DIE LINKE den vorliegenden Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Verbesserung der Eingliederungschancen am Arbeitsmarkt eindeutig ablehnt und der Titel mehr als zynisch ist für ein Paragrafenwerk, durch das die Fördermöglichkeiten von Erwerbslosen deutlich beschnitten werden. Bereits im letzten Jahr hat die Bundesregierung beschlossen, bei der Arbeitsmarktpolitik bis 2014 über 20 Milliarden Euro einzusparen. Das Gesetz zur Reform der arbeitsmarktpolitischen Instrumente ist nichts anderes als die Auftragsarbeit zur Umsetzung dieser Kürzungen und zwar auf Kosten der Erwerbslosen. DIE LINKE fordert einen deutlichen Kurswechsel, hin zu einer positiven Arbeitsmarktpolitik, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt, ihn seinen Fähigkeiten entsprechend fördert und für eine nachhaltige Integration in den Arbeitsmarkt sorgt.
14.09.2011
Bildung ist ein hohes Gut - Was ist sie in der Bundesrepublik wert?
Das war das Thema einer Podiumsdiskussion am 14. September in Wilkau - Haßlau. Gemessen an den Bildungsausgaben ist Bildung in Deutschland leider immer weniger wert, - so Sabine Zimmermann in Ihren einführenden Worten. Statt in Bildung zu investieren, wird immer weniger dafür ausgegeben. 4,8 % des Bruttoinlandsproduktes für Bildungseinrichtungen beschert Deutschland den 30.Platz von den 36 Industrienationen. Als besonders problematisch bewertet die OECD in ihrer aktuellen Studie die geringen Ausgaben im Grundschulbereich. Mit 7 Prozentpunkten hat Deutschland die geringste Zuwachsrate an Universitäts-, Fachschul-, und Berufsakademieabsolventen. Die Folge: Es fehlen Hochqualifizierte - nicht nur Akademiker, sondern auch Meister und andere Fachkräfte.
Die anschließende Diskussion nahmen alle zum Anlass die „Mängelliste“ weiter zu vervollständigen, so unter anderem mit der Kritik an dem ländergeführten Bildungssystem.
Zum Abschluss bekräftigte Sabine Zimmermann die Forderungen DER LINKEN unter anderem für massive Investitionen und die soziale Öffnung der Hochschulen, der Zusammenarbeit von Bund und Länder in der Bildung, für berufsbegleitende Studiengänge sowie eine grundlegende Reformation des Bildungssystems in Deutschland.
08.09.2011
Sachsen müssen lange auf einen neuen Job warten
In Sachsen waren die Erwerbslosen am längsten arbeitslos gemeldet, mit durchschnittlich 456 Tagen. Seit 2000 ist in Sachsen die Dauer der durchschnittlichen Arbeitslosigkeit um 50 Tage angestiegen. Im Vergleich zu anderen Bundesländern hat Sachsen einen enorm hohen Bestand an Arbeitslosen, die schon sehr lange arbeitslos sind. Im Jahresdurchschnitt 2010 waren in Sachsen 11.581 Menschen über 5 Jahre und länger arbeitslos. Dass in Sachsen die Menschen länger arbeitslos sind als im Bundesschnitt und Sachsen in den 5 neuen Ländern sogar die rote Laterne trägt, ist für Sabine Zimmermann ein deutliches Warnsignal, dass es am sächsischen Arbeitsmarkt nicht so gut aussieht, wie es die Jubelmeldungen der vergangenen Monate glauben machen möchten. Noch immer gibt es viele Menschen, denen der Zugang zum Arbeitsmarkt dauerhaft verschlossen bleibt. Anstatt diese zu fördern, tut die Bundesregierung mit ihren drastischen Einsparmaßnahmen in der Arbeitsmarktpolitik genau das Gegenteil. Vor allem Langzeitarbeitslose benötigen dringend Qualifizierung, um jemals wieder eine Chance auf einen Job zu haben. In Sachsen ist seit Jahresbeginn der Zugang in Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung um 46 Prozent zurück gegangen. Hier muss dringend umgesteuert und dieser arbeitsmarktpolitische Irrweg verlassen werden, um die verhärtete Langzeitarbeitslosigkeit zu bekämpfen. Es darf sich nicht nur auf die leicht Vermittelbaren konzentriert werden.
15.07.2011
Reform der arbeitsmarktpolitischen Instrumente
Den Gesetzentwurf „Verbesserung der Eingliederungschancen am Arbeitsmarkt“ kritisierte Sabine Zimmermann in ihrer Rede am 01.07.2011 im Bundestag deutlich.
Kurzinformation - Arbeitsmarktreform kritisch nachgehakt
Zur Reform der arbeitsmarktpolitischen Instrumente äußerte sich Sabine Zimmermann auch in den Medien
„Eine Milliarde weniger“ – Bericht aus der Süddeutschen Zeitung „Private Arbeitsvermittlung? Ungenügend!“ – Bericht aus der Tageszeitung
31.05.2011
Europäischer Aktionstag am Alstom-Standort in Neumark
Sabine Zimmermann unterstützte zum Europäischen Aktionstag am 30. Mai 2011 die Beschäftigten des Neumarker Standortes des französischen Konzerns Alstom. Der weltweit agierende Konzern im Energie- und Transportbereich beabsichtigt, insgesamt etwa 6.000 Arbeitsplätze abzubauen. Zwar ist Neumark, wo Kraftwerkskessel produziert werden, von Kündigungen derzeit noch nicht betroffen, die Beschäftigten zeigten aber mit ihrer Protestaktion Solidarität mit den Kollegen anderer Standorte. Für Unsicherheit unter den Beschäftigten sorgt aber die jüngste Absichtserklärung, dass Alstom und die Shanghai Electric Group ein neues Unternehmen gründen wollen, das die Aktivitäten auf dem Markt für Kraftwerkskessel vereinen soll. Sabine Zimmermann warnte in ihrer Rede vor einer Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland und einer möglichen Schließung des Standortes.
27.05.2011
Dialog- und Sozialtour zum Thema Kinderarmut
zum Pressestatement von Sabine
Freie Presse Plauen-Kinderarmut
Artikel - Vogtlandanzeiger
zur Landesgruppe-Sachsen
07.05.2011
Jugendweihe - dein Tag in Zwickau
Auch in diesem Jahr ist Sabine Zimmermann vom Jugendweiheverband Zwickau gebeten worden, die Festrede zur Feierstunde in der "Neuen Welt" zu übernehmen.
Die Abgeordnete betonte dabei, daß es eine besondere Ehre für sie sei, den Teilnehmern ein paar Worte mit auf ihren Weg ins Erwachsenenleben geben zu dürfen.
Sie verwies darauf, daß die Jugendlichen nun in einem Alter sind, in dem sie für ihr Tun und Handeln zunehmend selbst Verantwortung tragen und machte deutlich: "Eigene Entscheidungen treffen zu müssen ist das Problem beim Erwachsenwerden - aber auch eine Chance."
04.05.2011
Tag der Arbeit 2011
Anlässlich der Kundgebung zum 1. Mai sprach Sabine Zimmermann auf dem Altmarkt in Plauen über die bestehenden und zunehmenden Probleme auf dem Arbeitsmarkt.
Für DIE LINKE stand der diesjährige Tag der Arbeit ganz unter dem Zeichen des weiteren Kampfes für die Einführung eines flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohnes, damit Arbeit nicht mehr länger arm macht. Dringend notwendig ist zudem, dass im Bereich der Leiharbeit endlich das Prinzip "Gleiches Geld für Gleiche Arbeit" gilt und die Leiharbeitskräfte mit den Stammbeschäftigten der Entleihbetriebe gleichgestellt werden.
Insbesondere vor dem Hintergrund der Herstellung der vollen Arbeitnehmerfreizügigkeit zum 1. Mai 2011 ist die Einführung eines allgemeinen gesetzlichen Mindestlohns von besonderer Bedeutung, da nur so flächendeckend verhindert werden kann, dass osteuropäische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu Dumpinglöhnen in unserer Region beschäftigt werden können und so dazu missbraucht werden, einen weiteren Wettbewerb nach unten in Gang zu setzen.
>>Sabines Rede in Plauen
>>Artikel in Freie Presse Plauen
>>Artikel im Vogtland-Anzeiger
31.03.2011
Dramatische Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt
Zu einer Podiumsdiskussion hatte die Stadtratsfraktion DIE LINKE Lichtenstein am 30. März ins Frauenzentrum Lichtenstein eigeladen. Sabine Zimmermann erläuterte den grundlegenden Wandel am Arbeitsmarkt – der Anstieg von prekärer und atypischer (befristete und geringfügige Beschäftigung, Teilzeitarbeit, Leiharbeit) Beschäftigung .
Laut Statistischem Bundesamt gibt es derzeit 7,6 Millionen atypisch Beschäftigte, das sind 25% aller Beschäftigten. In Deutschland arbeitet jeder 5. zu einem sogenannten Niedriglohn, ein Lohn, der unter 60 % des Durchschnittslohnes liegt – z.Z. sind das 1784 Euro brutto im Monat. Immer mehr Beschäftigte können von ihrer Arbeit nicht mehr leben, weil entweder der Lohn zu gering ist oder sie gezwungen sind, in Teilzeit zu arbeiten. Derzeit beziehen rund 1,4 Millionen Erwerbstätige ergänzende Hartz IV-Leistungen, die sogenannten Aufstocker – 150 000 mehr als noch 2007.
Auch im Landkreis Zwickau geht der Trend zu atypischer und prekärer Beschäftigung. So hat die Leiharbeit im Vergleich zum Vorjahr um fast 100 % zugenommen. Die Teilzeitbeschäftigung stieg um 3200 Stellen, Hartz IV-Aufstocker um 20 % und die Vollzeitarbeitsverhältnisse gingen um 3000 Stellen zurück. 44,5 % der Vollzeitbeschäftigten arbeiten im Landkreis Zwickau zu Niedriglöhnen (1917 Euro brutto) und bei den Leiharbeitern sind es sogar fast 80 % (1250 Euro brutto).
Der Wandel des Arbeitsmarktes kam dabei nicht von selbst, vielmehr wurde er bewusst von den Bundesregierungen durch Gesetzesänderungen und Ergänzungen herbeigeführt. So durch die Lockerung der Teilzeit- und Befristungsregelung oder die Änderung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes. Durch Einführung von Hartz IV wurde zusätzlich eine Lohnspirale nach unten in Gang gesetzt.
Die LINKE fordert deshalb, dass die unbefristete Vollzeitarbeit, die anständig entlohnt wird und arbeits- und sozialrechtlich abgesichert ist, wieder die Regel werden muss.
Der arbeitsmarktpolitische Irrweg muss dringend rückgängig gemacht werden. Es muss in Qualifizierung und Weiterbildung von Erwerbslosen investiert werden und nicht in sinnlose und reguläre Beschäftigung verdrängende Maßnahmen wie Ein-Euro-Jobs. Anstatt Langzeitarbeitslosigkeit durch das Sparprogramm zu zementieren, muss die Bundesregierung die Kürzungen zurück nehmen und nachhaltige aktive Arbeitsmarktpolitik ermöglichen.
Zur Podiumsdiskussion in Lichtenstein am 30. März
14.03.2011
Tatort Niedriglohn
Neue Broschüre erschienen
Die Broschüre dokumentiert an vielen konkreten Beispielen, warum ein allgemeiner gesetzlicher Mindestlohn in Deutschland überfällig ist. Sie zeigt zugleich, was man mit Branchenmindestlöhnen erreichen kann und was nicht. In 20 Ländern der Europäischen Union gibt es branchenübergreifende gesetzliche Mindestlöhne. Was in anderen Ländern selbstverständlich ist, wird Beschäftigten in Deutschland verwehrt, nämlich der Schutz vor flächendeckendem Lohndumping.
08.03.2011
100 Jahre Internationaler Frauentag
Auch dieses Jahr nahm Sabine Zimmermann diesen Tag zum Anlass den Zwickauer Frauen ein Dankeschön zu sagen. Vor und in den Arcaden überreichte sie einen kleinen Blumengruß, der von den Frauen dankbar und mit Freude angenommen wurde. Unterstützt wurde sie dabei von den Mitgliedern des Stadtverbandes DIE LINKE Zwickau.
07.03.2011
Jede dritte vollzeitbeschäftigte Frau arbeitet zu Niedriglöhnen
Sabine Zimmermann, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE fordert einen Kurswechsel in der Arbeitsmarktpolitik: "Zum 100. Internationalen Frauentag ergibt sich ein ernüchterndes Bild. Es ist ein Skandal: Frauen werden weiter in Niedriglohnbereiche und prekäre Beschäftigung abgedrängt. Wenn die Politik nicht gegensteuert, wird der bestehende Aufschwung dieses Muster verfestigen. Wir brauchen endlich einen gesetzlichen Mindestlohn von 10 Euro, von dem vor allem Frauen profitieren. Minijobs müssen in reguläre Arbeitsplätze mit voller sozialer Absicherung umgewandelt werden. Es ist im Interesse der Mehrheit der Arbeitnehmer, ob Frauen oder Männer, prekäre Beschäftigung einzudämmen und gute Arbeit zu stärken. Diese Bundesregierung mit einer Frau an der Spitze hat dabei versagt."
Zu der Antwort der Bundesregierung auf die Anfrage:
Danach wuchs zwar von Juni 2009 bis Juni 2010 die Zahl der von Frauen besetzten sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze um 183 000 und damit deutlich stärker als die der Männer mit 145 000. Allerdings ging dieser Beschäftigungsaufbau bei Frauen vor allem auf einem starken Zuwachs von Teilzeitarbeit zurück. Drei von vier neuen Arbeitsplätzen sind in diesem Bereich entstanden - nicht mitgezählt die 17 000 neuen Minijobs ohne jegliche soziale Absicherung. In vielen Fällen ist diese Teilzeitarbeit unfreiwillig. Sie reicht auch nicht zur eigenständigen Bestreitung des Lebensunterhalts. Und wie die Anfrage zeigt: In kaum einer anderen vergleichbaren Wirtschaftsnation hat die Teilzeitarbeit von Frauen einen so geringen Wochenstundenumfang wie in Deutschland. Sie liegt im Schnitt bei 18,5 Wochenstunden, in den 27 EU-Mitgliedsländern dagegen bei 20,2 Wochenstunden, in Frankreich oder Schweden sogar bei 23,3 bzw. 25,0 Wochenstunden. Problematisch zudem: Fast alle Teilzeitjobs finden sich in Branchen mit niedrigem Lohnniveau: Gastronomie, wirtschaftliche Dienstleistungen (darunter Leiharbeit), Gesundheits- und Sozialwesen und private Dienstleistungen. In diesen vier Branchen sind sieben von zehn neuen Teilzeitstellen entstanden. 70 bis 90 Prozent dieser Stellen wurden wiederum von Frauen besetzt. Alle diese vier Branchen haben eine hohe Niedriglohnbeschäftigung. Bereits unter den Vollzeitbeschäftigten reicht deren Anteil von 28,8 Prozent (Gesundheit und Sozialwesen) bis zu 72,5 Prozent (Gastgewerbe). Insgesamt bezog im Jahr 2009 mehr als jede dritte vollzeitbeschäftigte Frau einen Lohn unterhalb der Niedriglohnschwelle. Um 145 000 auf nunmehr 2,51 Millionen hat ihre Zahl zugenommen. Bei den Männer waren es jeder siebte oder 1,95 Millionen. Die Folge: Obwohl die Frauen eine Minderheit der Beschäftigten ausmachen, stellen sie die Mehrheit der 1,4 Millionen Aufstocker, also der Erwerbstätigen, die ihr Einkommen ergänzend zum Niedriglohn mit Hartz IV aufstocken (Frauen: 756 249, Männer: 647 939). Die Niedriglöhne und prekären Arbeitsverhältnisse werden vom Steuerzahler subventioniert, bei den Frauen mit 344 Millionen Euro im Monat. Bei der Gleichbezahlung der Geschlechter gehört Deutschland weiterhin zu den Schlusslichtern in Europa. 23 Prozent betrug die Gender Pay Gap, die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern, im Jahr 2009. Nur Österreich, Tschechien und Estland stehen noch schlechter da. Bedenklich stimmt die Entwicklung der atypischen Beschäftigung, mit der oftmals niedrige Entlohnung einhergeht. Unter diese fallen die Leiharbeit, Teilzeitarbeit, befristete und geringfügige Beschäftigte. 2005 waren 5,01 Millionen Frauen atypisch beschäftigt oder 33,4 Prozent. 2009 lagen die Zahlen schon bei 5,45 Millionen und 34, 1 Prozent. Über die Jahre findet hier eine Angleichung zwischen den Geschlechtern statt, allerdings nicht zum Besseren. 2005 waren bei den Männer 1,74 Millionen oder 9,7 Prozent atypisch beschäftigt, 2009 schon 2,14 Millionen oder 11,5 Prozent. Die Meldung der Frankfurter Rundschau zur Anfrage
24.02.2011
Arbeitsplätze statt Ein-Euro-Jobs
Am Mittwoch,den 23. Februar tourten die beiden Bundestagsabgeordneten Sabine Zimmermann und Jutta Krellmann durch den öffentlich geförderten Beschäftigungssektor (ÖBS) in Berlin. Hier werden durch die Berliner LINKE als Alternative zu den Ein-Euro-Jobs sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze geschaffen. Die Abgeordneten informieren sich über die zahlreichen sinnvollen Projekte: zum Beispiel die Stadteillotsen, die als Hilfe und Ansprechpartner für Anwohnerinnen und Anwohner zur Verfügung stehen oder ein Frauenprojekt, dass die häusliche Kinderbetreuung für Frauen mit unüblichen Arbeitszeiten übernimmt und diesen damit ermöglicht, berufstätig zu sein und eigenständig ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.
Viele Erwerbslose haben durch den ÖBS wieder eine Lebensperspektive erhalten. Seitens der Bundesregierung stehen diese sinnvollen arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen unter Beschuss. Die Abgeordneten werden dies als Mitglieder des Ausschusses für Arbeit und Soziales im Bundestag thematisieren.
15.02.2011
"Rollentausch" mit FSJlern
Der Verein "Gemeinsam Ziele Erreichen" e.V. veranstaltete am 15. Februar eine Aktion unter dem Motto "Rollentausch" mit FSJlern (FSJ-Freiwillige Soziale Jahr) und Politikern. Dabei soll auf das soziale Engagement der FSJler in Altenpflegeeinrichtungen, Behindertenwerkstätten, Krankenhäusern und vielen mehr, aufmerksam gemacht werden. Sabine Zimmermann arbeitete in der Behindertenwerkstatt Christliches Sozialwerk CSW WfbM St. Mauritius in Zwickau und lernte junge Leute und ihren harten Arbeitstag kennen.
Sabine Zimmermann:"Das Engagement der FSJler ist wichtig und verdient unsere besondere Anerkennung. Grundsätzlich darf aber dieser Einsatz junger Menschen nicht darüber hinweg teuschen, dass Altenpflegeeinrichtungen, Krankenhäuser, Einrichtungen der Behindertenhilfe, Pflegedienste, Sozialstationen und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe chronisch unterfinanziert sind. Hier gibt es dringenden Handlungsbedarf. Die Bundes- und Landesregierung muss für eine bessere finanzielle Ausstattung dieser Bereiche sorgen, damit fair entlohnte Stellen mit guten Arbeitsbedingungen erhalten und geschaffen werden können. Der Bedarf an diesen sozialen Dienstleistungen ist enorm groß und von elementarer Bedeutung. Leider spiegelt die relativ schlechte Bezahlung der Beschäftigten in diesen Bereichen nicht die große Bedeutung und Verantwortung wider.
Die Situation von Menschen mit Behinderung am Arbeitsmarkt ist schlecht. Im Januar 2011 waren im Arbeitsagenturbezirk Zwickau 1.048 Schwerbehinderte als arbeitslos registriert und damit 5 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. An dieser Stelle möchte ich noch einmal den dringenden Appell an die Adresse der Arbeitgeber richten, auch Menschen mit Behinderung die Chance auf einen Job zu geben.
Die Werkstätten für behinderte Menschen mögen für viele Menschen mit Behinderung der einzige Ort sein, der ihnen die Möglichkeit gibt, einer sinnstiftenden Tätigkeit nachzugehen, die sich an ihren Fähigkeiten orientiert. Gleichwohl muss man aber auch feststellen, dass der Übergang auf den allgemeinen Arbeitsmarkt so gut wie nicht gelingt. Bei weniger als 1 Prozent der Werkstattbeschäftigten kommt es zu einem Übergang in reguläre Arbeit. Hier stellt sich die Frage, ob dies so sein muss bzw. ob diese Quote erhöht werden kann."
24.01.2011
Klageflut bei Hartz IV hält unvermindert an
Sabine Zimmermann hervor. Die Lage an den Sozialgerichten dokumentiert eindrucksvoll die Verweigerungshaltung der Bundesregierung, ein menschenwürdiges Existenzminimum in Deutschland zu gewährleisten.
DIE LINKE. fordert, das Hartz IV-System durch eine Mindestsicherung zu ersetzen, die ein menschenwürdiges Leben ermöglicht und nicht durch Sanktionen in der Höhe gekürzt werden kann. Zur Existenzsicherung gehört auch die Möglichkeit der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Das Prinzip der Bedarfsgemeinschaften muss abgeschafft werden.
Die Antworten der Bundesregierung
Zur Auswertung der Antworten der Bundesregierung
20.12.2010
Plünderung der Insolvenzgeldkasse
Pressemitteilung von Sabine Zimmermann
„Bundesregierung will Insolvenzkasse plündern“ Rede von Sabine Zimmermann am 16.12.2010 im Bundestag
"Wir brauchen einen langen Atem"
Interview mit Sabine Zimmermann, Bundestagsabgeordnete aus Zwickau und arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Bundestag und Vorsitzende der DGB-Region Südwestsachsen
Monatelang schien Schwarz-Gelb zerstritten, nun will die Regierung ein hartes Sparpaket durchsetzen. Wie beurteilst du diese Entwicklung?
Merkel hat einen Herbst der Entscheidungen angekündigt. Das betrifft ja nicht nur das Sparpaket, sondern z.B. auch die Rente ab 67 oder die Laufzeiten der Atomkraftwerke. Siet Regierungsbeginn ist der Unmut aus der Wirtschaft über ihre Wunschkoalition ziemlich gewachsen. Insofern ist die Schwarz-Gelbe Regierung jetzt in der Bringepflicht. Das dürfte wohl auch den Grund sein, dass wir es gemessen am Volumen mit dem größten Sparpaket in der Geschichte der Bundesrepublik zu tun haben. Nun ist die Frage, was wir dagegen in die Waagschale werfen können.
>>weiterlesen
01.10.2010
Wenig Grund zum Feiern
Der Osten wurden zum Experimentierfeld für den Abbau regulärer Arbeitsverhältnisse. Vollzeitarbeit ging verloren, prekäre Beschäftigung nahm zu. Die miserablen Arbeitsverhältnisse üben Druck auf den gesamtdeutschen Arbeitsmarkt aus. Ein arbeitsmarktpolitischer Kurswechsel ist notwendig.
Sabine Zimmermann, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Deutschen Bundestag, dokumentiert die wichtigsten Ergebnisse der Anfrage.
Hinter der Statistik
Die Bundesregierung äußert sich zu Beginn ihrer 30-Seiten umfassenden Antwort optimistisch. Im Jahr 1990 hätte sich „die DDR in einem desolaten Zustand“ befunden. „Vor diesem Hintergrund schätzt die Bundesregierung die heutige Arbeitsmarktsituation in den fünf neuen Bundesländern insgesamt positiv ein.“ Nach tiefen Einschnitten Anfang der 1990er Jahre hätte sich die Lage „mittlerweile grundlegend verbessert“, die Arbeitslosigkeit sei von 2005 bis 2009 um 500.000 gesunken.
Allerdings: diese Entwicklung beruht nicht auf einem Aufschwung auf dem Arbeitsmarkt. Mehr als ein Drittel dieser Entwicklung beruht auf einem demographischen Effekt: 186.000 Menschen mehr schieden aus Altersgründen aus der Erwerbsfähigkeit aus als Junge eintraten. Noch stärker ins Gewicht fällt die Abwanderung in den Westen. Zwar die Bundesregierung lässt die Frage dazu unbeantwortet. Doch nach Daten des Statistischen Bundesamts liegt die Zahl derer, die seit 2005 per Saldo von Ost nach West gingen, mindestens bei 250.000. Hinzukommen diejenigen, die aus den neuen Bundesländern zu einem Arbeitsplatz in die alten Bundesländer pendeln. Ihre Zahl wuchs in dem Zeitraum um 34.000 auf 400.000.
>> weiter lesen >> Antwort Bundesregierung


























































